Zurück zu Menschen in Not

Endlich ein Zuhause für Jenny und ihr Baby: „Danke, euch allen!“

18.07.2014 | Andrea Uhrig

Die blauen Augen strahlen, liebevoll streicht sich Jenny über ihren kugelrunden Bauch: „Ich hatte schreckliche Angst und wusste nicht mehr, wie es weitergehen soll. Jetzt bin ich nur noch glücklich“ sagt die 24-Jährige mit einem tiefen Seufzer erleichtert. Dank der immowelt.de-Initiative „Verändere Deine Stadt“ endete ihr Alptraum: Monatelang hatte sie in und um München vergeblich nach einer Wohnung gesucht – und Absagen bekommen, weil sie schwanger war. Dann wurde die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewofag, Münchens größte Vermieterin, auf ihr Schicksal aufmerksam und handelte. Jenny bekam eine Zwei-Zimmer-Wohnung.

Jenny Wohnung. Foto: Nadine Hackemer/immowelt.de
Jenny ist überglücklich: Endlich hält sie die Schlüssel für ihre Wohnung in den Händen. Jetzt kann ihre Pia endlich ohne Sorgen auf die Welt kommen. Foto: Nadine Hackemer/immowelt.de Foto: Nadine Hackemer/immowelt.de


Ausgerüstet mit Meterstab und Papier erscheint Jenny zur Wohnungsübergabe. Dort erwartet sie nicht nur Dr. Klaus-Michael Dengler, kaufmännischer Geschäftsführer von Münchens größte Vermieterin Gewofag, sondern auch dessen Prokurist Sigismund Mühlbauer. Der hatte Jennys traurige Geschichte in der Boulevard-Zeitung tz gelesen und den Stein ins Rollen gebracht. „Ich habe selbst noch zwei kleine Kinder und dachte mir: Es darf doch nicht wahr sein, dass eine werdende Mutter keine Wohnung bekommt, weil sie schwanger ist. Da müssen wir helfen – denn es ist Auftrag der Gewofag, bezahlbaren Wohnraum auch für Menschen anzubieten, die auf dem freien Wohnungsmarkt keine Chance haben.“ Gesagt, getan: Nur wenige Tage später setzte sich die städtische Wohnungsbaugesellschaft mit Jenny in Verbindung und bot ihr eine Altbau-Wohnung in Giesing an.

Für die werdende Mutter wird ein Traum wahr: Zwei Zimmer im 1. Stock eines Altbaus, Fischgrätparkett und Sprossenfenster, eine Bushaltestelle vor der Tür, mehrere Supermärkte in Laufweite – und alles nur zehn Autominuten von der Arbeitsstelle der Zahnarzthelferin in Unterhaching entfernt. „Es ist einfach perfekt und noch dazu bezahlbar“, jubelt Jenny. Das Highlight: Ein kleiner Park direkt gegenüber, der demnächst angelegt wird.

Verändere Deine Stadt, Schlüsselübergabe Jenny. Fotos: Nadine Hackemer/immowelt.de
Der Schlüssel zum Glück: Sigismund Mühlbauer, technischer Prokurist der Gewofag, hatte über Jenny in der Zeitung gelesen und beschloss, sofort zu helfen. Bei der Wohnungsübergabe überreichte er freudestrahlend die Schlüssel. Die 24-Jährige probierte sie gleich an ihrer neuen Eingangstür aus. Fotos: Nadine Hackemer/immowelt.de Fotos: Nadine Hackemer/immowelt.de

Das größte Glück war zugleich der größte Kummer

Bis zum Happy End war es jedoch ein langer Weg: Jennys Traum von einer kleinen Familie zerplatzte schon kurz nachdem sie ihre eigene Wohnung gekündigt hatte und zu ihrem Freund gezogen war. „Wir konnten einfach nicht zusammenleben.“ Dass es schwer wird, in der Stadt mit den höchsten Mieten Deutschlands eine Zwei-Zimmer-Wohnung zu finden, war Jenny zwar klar gewesen. Aber sie stellte keine hohen Ansprüche an die Lage, suchte auch im Umland und als Arzthelferin hatte sie ein sicheres Einkommen.

Verändere Deine Stadt, Jenny Maßstab. Foto: Nadine Hackemer/immowelt.de
Für die werdende Mutter ein Traum: Zwei Zimmer im 1. Stock eines Altbaus, Fischgrätparkett und Sprossenfenster, eine Bushaltestelle vor der Tür, mehrere Supermärkte in Laufweite. In den nächsten Tagen zieht Jenny ein. In ihrem neuen Schlafzimmer nimmt sie schon einmal Maß für das Babybett. Foto: Nadine Hackemer/immowelt.de Foto: Nadine Hackemer/immowelt.de

Doch ihr größtes Glück war zugleich ihr größter Kummer: „Sobald ich sagte, dass ich schwanger bin, kam die Absage“, erzählt sie. Die Gründe der Vermieter: „Manche meinten, ich könne als Alleinerziehende nicht zahlen, andere befürchteten Kindergeschrei. Es war schlimm.“ Während andere Mütter sich nach einer Wickelkommode umsahen, wusste Jenny nicht Mal, wo ihr Kind aufwachsen soll. So konnte sie auch keinen Krippenplatz suchen und ohne den kann sie nach ihrer Babypause nicht weiterarbeiten. Die Sorgen zerrten so sehr an den Nerven der Schwangeren, dass sie im Krankenhaus behandelt werden musste.

„Es waren so schwere Zeiten, manchmal habe ich die Hoffnung schon fast aufgegeben – zum Glück hat mir meine Mama geholfen“, erzählt Jenny. Die 50-Jährige hatte das Wohnungsgesuch im Namen ihrer Tochter auf „Verändere Deine Stadt“, Münchens erster Sozialraum-Plattform, eingestellt. „Sie hätte das niemals von sich aus gemacht“, schildert die Oma in spe. Doch der Schritt hat sich gelohnt. Ihre Tochter hat jetzt noch acht Wochen Zeit, sich einzurichten, eine Hebamme und einen Krippenplatz zu suchen. „Dann kann Pia kommen. Danke Immowelt, danke Gewofag, danke allen, die geholfen haben!“

Verändere Deine Stadt, Wohnungsübergabe, Jenny. Fotos: Nadine Hackemer/immowelt.de
Über einen Artikel in der tz, Münchens größte Kaufzeitung, hatte Sigismund Mühlbauer (r.) von Jennys Schicksal erfahren. Er setzte sich sofort mit Dr. Klaus-Michael Dengler, dem kaufmännischen Gewofag-Geschäftsführer (l.), in Verbindung. So kam der Stein ins Rollen. Fotos: Nadine Hackemer/immowelt.de Fotos: Nadine Hackemer/immowelt.de
Viel zu verwalten: Die Gewofag ist mit 37.000 Wohnungen Münchens größter Vermieter. Die Mitarbeiter kennen die Stadt gut. David Bräunig (rechtes Foto), Leiter des Mieterzentrums in Giesing, weiß, dass gegenüber von Jennys neuer Wohnung ein Park entsteht. Fotos: Nadine Hackemer/immowelt.de
Von Bauch zu Bauch: Gewofag-Konzernsprecherin Sabine Sommer tauschte sich beim Pressetermin mit Jenny über Geburtsvorbereitungen aus und konnte ihr bereits für die anstehende Kita-Suche wertvolle Tipps geben. Fotos: Nadine Hackemer/immowelt.de

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